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Ob Jahresbericht, Web-Story, Themen-Hub oder Scrollytelling: Nicht jedes Format braucht dieselbe Struktur. Der Artikel zeigt, wann ein klarer Hauptpfad trägt und wann zusätzliche Einstiege, Vertiefungen oder interne Navigation sinnvoll werden. Mit Teasern, Exkursen, Hotspots und internen Links erklärt er, wie du in Pageflow passende Wege durch Inhalte anlegst und Orientierung im digitalen Erzählen schaffst.

Führen statt verwirren

Ein Struktur-Guide für Scrollytelling, digitale Berichte und andere Formate

Ob Online-Magazin oder Web-Story: Erfahre, wie du mit Pageflow eine Form entwickelst, die Orientierung gibt, Tiefe zulässt und dein Publikum sicher durch den Inhalt führt - linear, verzweigt oder hybrid.

Gute Inhalte brauchen eine Form, die trägt

Ein starker Inhalt ist mehr als Text, Medien, Daten und Design. Entscheidend ist auch, wie alles miteinander verbunden ist. Wo beginnt die Geschichte? Welche Reihenfolge ist sinnvoll? Wo lohnt sich ein zusätzlicher Einstieg? Welche Informationen gehören direkt in den Hauptfluss - und welche besser auf eine eigene Ebene?

Insbesondere für das digitale Storytelling werden diese Fragen schnell zentral. Eine kompakte Präsentation braucht eine andere Dramaturgie als ein Jahresbericht. Ein Multimedia-Special funktioniert anders als eine Reportage und ein Lernformat stellt andere Anforderungen als eine Produktgeschichte oder ein interaktives Magazin.

Pageflow hilft dabei, solche Inhalte nicht nur multimedial zu gestalten, sondern dein Publikum auch bewusst zu führen. Der Aufbau kann klar linear sein, zusätzliche Wege öffnen oder beides miteinander verbinden. Das Ziel dabei ist nicht, möglichst viele Optionen anzubieten, sondern zu definieren, welche Struktur dem Inhalt hilft.

Wenn der lineare Aufbau genau richtig ist

Bevor es um Verzweigungen, Exkurse oder interne Sprünge geht, lohnt sich der Blick auf die einfachste und oft stärkste Form: Die lineare Story.

Ein linearer Aufbau führt Schritt für Schritt durch ein Thema. Er setzt Prioritäten, gibt Tempo vor und macht Zusammenhänge nachvollziehbar. Für viele Web-Projekte ist genau das die beste Entscheidung: bei Scrollytelling-Formaten, Präsentationen, kompakten Produktgeschichten oder digitalen Berichten mit klarer Argumentation.

Linearität ist dabei kein Verzicht auf Struktur, sondern eine grundsätzliche Entscheidung. Der rote Faden übernimmt die Nutzerführung. User müssen nicht wählen, springen oder abwägen, sondern können sich auf den Verlauf verlassen.

Erst wenn ein Inhalt mehr leisten soll - etwa unterschiedliche Interessen bedienen, zusätzliche Kontexte anbieten oder längere Abschnitte besser erschließbar machen - kommen weitere Wege ins Spiel.



Nicht-lineare und hybride Erzählstrukturen

Wo ein reiner Hauptpfad nicht ausreicht, lassen sich in Pageflow drei typische Formen unterscheiden: die Einstiegs-Story, die weitere Pageflow-Beiträge mitweinander verknüpft, die Vertiefung per Exkurs und die Navigation durch interne Verlinkung innerhalb einer linearen Story. Im Folgenden werden diese drei Szenarien genauer betrachtet.

Der Pageflow-Werkzeugkasten

Für solche erweiterten Strukturen bietet Pageflow verschiedene Werkzeuge. Sie können einzeln eingesetzt werden, entfalten ihre Stärke aber oft im Zusammenspiel.

Content Elemente

Teaser-Listen

eignen sich für Übersichten, Einstiege und die Navigation durch Kapitel und Abschnitte. Sie können optional auch zu weiteren Pageflow-Beiträgen oder externen Inhalten führen. Je nach Gestaltung erscheinen sie als Link-Grid oder horizontal scrollbares Karussel.

→ Weitere Infos dazu findest du hier.

Hotspots

machen Bilder, Grafiken oder Karten interaktiv. Markierte Bildbereiche können zusätzliche Informationen anzeigen, Details hervorheben oder per Link in weitere Inhalte führen. Das ist besonders stark, wenn Inhalte visuell erschlossen werden sollen.

→ Weitere Infos dazu findest du hier.

CTA-Buttons

setzen klare Handlungspunkte. Sie eignen sich, wenn ein nächster Schritt bewusst hervorgehoben werden soll: weiterlesen, vertiefen, entdecken, springen oder ausprobieren.

Weitere Features

Kapitel

sind die einfachste Möglichkeit Stories inhaltlich zu strukturieren und werden direkt über die Gliederung angelegt. Sie werden standardmäßig zur Orientierung in der Navigationsleiste gezeigt und ermöglichen ein gezieltes Ansteuern von Inhalten.

Exkurse

schaffen Raum für vertiefende Inhalte abseits des Hauptpfads. Sie öffnen sich über dem Hauptinhalt und eignen sich für Hintergrundinfos, Definitionen, Daten, Interviews, Zusatzbeispiele oder audiovisuelle Ergänzungen. Nach dem Schließen kehren User automatisch an die Stelle zurück, an der ein Exkurs geöffnet wurde. So bleibt der Lesefluss erhalten.

→ Weitere Infos dazu findest du hier.

Text-Links

können einzelne Abschnitte innerhalb einer Story als Sprungmarke miteinander verbinden und helfen, längere Inhalte besser zugänglich zu machen. Wenn gewünscht können sie auch genutzt werden, um exteren Inhalte, wie Quellen oder weiterführende Artikel zu verlinken.



Geschickt miteinander kombiniert ergibt sich daraus ein universeller Werkzeugkasten für gezielte Nutzerführung.



Szenario 1 - Der Einstieg Eine Story dient als Übersicht und Einstieg in eigenständige Beiträge



Für Themen-Hubs, Kampagnen, Online-Magazine oder Serienformate ist eine einzelne Pageflow-Story oft nur der Auftakt. Sie ordnet ein Thema, macht Auswahl sichtbar und führt in weitere Beiträge hinein. Teaser sind dafür besonders geeignet. Sie zeigen auf einen Blick, welche Inhalte zur Auswahl stehen, wie sie sich unterscheiden und welcher Einstieg für wen interessant sein könnte. Aus einer einfachen Linkliste wird so eine kuratierte Übersicht.

Eine Übersichtsseite mit 3 Links zu externen Seiten

Das kann sehr verschieden aussehen: Drei Teaser-Kacheln führen zu unterschiedlichen Perspektiven. Eine horizontale Teaser-Reihe stellt mehrere Kapitel einer Serie vor. Eine Kampagnenseite bündelt Reportagen, Interviews und Hintergrundstücke. Oder ein digitaler Bericht bietet verschiedene Einstiege für unterschiedliche Zielgruppen.

Exemplarischer Einstiegs-Teaser

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Auch Hotspots können diese Aufgabe übernehmen. Eine Karte, eine Illustration, ein Gruppenbild oder eine Produktansicht wird dann selbst zur Einstiegsebene. Statt abstrakte Links anzubieten, lädt das Bild interaktiv zum Erkunden ein. Wichtig ist dabei die Ordnung. Zu viele gleichwertige Optionen machen den Einstieg nicht freier, sondern schwerer. Gute Einstiege setzen Prioritäten: Was ist der empfohlene Weg? Welche Alternativen gibt es? Und warum lohnt sich welcher Klick?

👉 Hier findest du ein paar Beispiele aus der Praxis.

Typische Anwendungen

  • Themen-Hubs mit mehreren Einzelbeiträgen
  • Magazin-Ausgaben oder Kampagnenseiten
  • Jahresberichte mit unterschiedlichen Kapiteln
  • Serienformate mit mehreren Perspektiven
  • Einstiege nach Zielgruppe, Thema oder Nutzungssituation





Szenario 2 - Die Vertiefung Vertiefende Inhalte liegen in Exkursen besser als im Hauptfluss



Für Reportagen, Berichte, Lernformate oder erklärungsbedürftige Themen gibt es oft Material, das wertvoll ist, aber den Hauptverlauf ausbremsen würde: Hintergrundwissen, Daten, Methoden, Glossare, Interviews, Quellen, Beispiele oder audiovisuelle Ergänzungen. Exkurse sind für genau diesen Fall gedacht. Sie schaffen eine zweite Ebene, ohne die Hauptstory zu zerschneiden. Wer mehr wissen möchte, öffnet den Exkurs, taucht tiefer ein und kehrt anschließend automatisch zur Ausgangsposition zurück.

Ein Haupterzählstrang mit Exkursen und weiteren Links

Das macht Exkurse besonders stark für Inhalte, die optional Wissen vertiefen und zusätzliche Informationen vermitteln können, sofern ein User daran interssiert ist. Der Hauptpfad bleibt dabei klar und lesbar. Die Vertiefung bleibt trotzdem erreichbar. So entsteht ein angenehmes Prinzip: Tiefe auf Abruf. Nicht alles muss im Hauptfluss dieselbe Gewichtung bekommen. Zusatzinformationen erhalten ihren eigenen Ort und bleiben dennoch Teil derselben Veröffentlichung.

Exemplarische Exkurse in vertiefende Inhalte

Ein Exkurs kann zum Beispiel erklären, wie eine Datenauswertung entstanden ist. Er kann ein Interview ergänzen, einen Fachbegriff erläutern, ein historisches Detail einordnen oder zusätzliches Bild- und Videomaterial zeigen. Im Hauptpfad bleibt die Story schlank. Die zweite Ebene liefert den Kontext für alle, die genauer hinsehen wollen.

👉 Hier findest du ein paar Beispiele aus der Praxis.

Typische Anwendungen

  • Hintergrundinformationen in Reportagen
  • Methodik und Quellen in Datenprojekten
  • Glossare oder Definitionen in Lernformaten
  • Zusatzinterviews in digitalen Berichten
  • Praxisbeispiele in Produkt- oder Fachartikeln







Szenario 3 - Die interne Verlinkung Eine Story bleibt linear, wird aber interaktiv navigierbar



Bei längeren Web-Stories, umfangreichen Berichten oder wiederkehrend genutzten Inhalten kann ein linearer Hauptpfad weiterhin richtig sein. Gleichzeitig hilft es, einzelne Abschnitte gezielt erreichbar zu machen, um eine zusätzliche Orientierungshilfe anzubieten. Hier kommen interne Links, Sprungmarken, Teaser-Kacheln oder CTA-Buttons ins Spiel. Sie machen den Aufbau sichtbarer, ohne den linearen Charakter aufzugeben.

Ein Haupterzählstrang mit interenen Verlinkungen

Eine Teaser-Liste kann zum Beispiel als Inhaltsverzeichnis innerhalb einer Veröffentlichung dienen, mit der die generelle Kapitel-Navigation im Header ergänzt wird. Textlinks können verwandte Abschnitte verbinden. Buttons können zu Praxisbeispielen, Checklisten oder zentralen Kapiteln führen. Hotspots können eine Grafik zur Navigation machen. Der Unterschied zur Verzweigung ist wichtig: Die Story bleibt im Kern linear. Sie bekommt nur zusätzliche Orientierungspunkte. Das hilft Leserinnen und Lesern, wenn sie bestimmte Inhalte wiederfinden, Kapitel überspringen oder gezielt zu einem Abschnitt zurückkehren möchten.

Exemplarische lineare Story mit internen Links

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  • Video: Images made with AI

Eine gut durchdachte Nutzerführung durch interne Verlinkingen kann die Zugänglichkeit von Web-Inhalten verbessern. Der rote Faden bleibt erhalten, aber das Publikum kann sich flexibler in einer Story bewegen.

Gerade bei solchen Sprüngen ist es sinnvoll, am Ende eines verlinkten Abschnitts oder Kapitels eine klar erkennbare Rückkehr anzubieten - etwa zur Übersicht, zur Ausgangsstelle oder zu weiteren relevanten Teilen der Story. Solche Back Buttons sind mehr als reine Navigationselemente. Sie machen deutlich, dass ein Abschnitt nicht isoliert steht, sondern Teil eines größeren Zusammenhangs ist. So entstehen keine Sackgassen, und auch längere Stories bleiben als zusammenhängende Struktur lesbar.

👉 Hier findest du ein paar Beispiele aus der Praxis.

Typische Anwendungen

  • lange Scrollytelling-Formate
  • digitale Jahresberichte
  • Guides und How-to-Artikel
  • Kapitelübersichten innerhalb einer Story
  • Inhalte, die später erneut genutzt oder gezielt aufgerufen werden



Wie sich die Szenarien kombinieren lassen



In der Praxis treten diese drei Formen selten isoliert auf. Ein Projekt kann linear beginnen, an bestimmten Stellen Exkurse anbieten, später eine Kapitelübersicht einbauen und am Ende in weitere Inhalte führen. Das ist kein Widerspruch. Genau darin liegt die Stärke von Pageflow: Inhalte müssen nicht entweder linear oder verzweigt sein. Sie können einen klaren, vertikalen Verlauf behalten und dort zusätzliche Wege öffnen, wo sie wirklich helfen.

Ein digitaler Bericht kann zum Beispiel mit einer linearen Zusammenfassung starten, in späteren Kapiteln Exkurse für Daten und Hintergründe anbieten und am Ende per Teaser-Liste auf einzelne Case Studies verweisen. Eine Kampagnenseite kann als Einstieg in mehrere Beiträge funktionieren. Jeder dieser Beiträge bleibt für sich linear, bietet aber an ausgewählten Stellen Exkurse oder interne Sprünge.

Ein Lernformat kann mit einer klaren Reihenfolge arbeiten, aber über Hotspots zusätzliche Beispiele in Grafiken öffnen und über Buttons zu Übungen oder Vertiefungen führen. Entscheidend ist immer die Funktion: Führt ein Element weiter? Vertieft es? Ordnet es? Macht es etwas wiederauffindbar? Oder lenkt es nur ab, anstatt einen wirklichen Mehrwert zu bieten?

Ein einfacher Strukturcheck

Bevor du ein Format in Pageflow aufbaust, helfen ein paar Fragen:

  • Reicht ein klarer Hauptpfad für dieses Projekt aus?
  • Wo braucht das Publikum Auswahl statt Reihenfolge?
  • Welche Inhalte sollen erreichbar sein, ohne den Hauptfluss zu belasten?
  • Wo lohnt sich ein Exkurs?
  • Welche Bilder oder Grafiken können selbst zum Einstieg werden?
  • Wo helfen interne Links oder Sprungmarken?
  • Welche Elemente führen weiter, welche vertiefen, welche verbinden?

Aus diesen Fragen entsteht ein Aufbau, der sichtbar macht, was wichtig ist, wo es weitergeht und wo sich optionale Vertiefungen anbieten.







Fazit: Die beste Struktur ist die, die zum Inhalt passt



Gute Web-Inhalte brauchen nicht automatisch mehr Wege. Für viele Projekte ist ein klarer linearer Verlauf die stärkste Lösung. Er schafft Fokus, Rhythmus und Orientierung. Wo Inhalte mehr leisten sollen, eröffnen Pageflow-Werkzeuge wie Teaser-Listen, Exkurse, Hotspots und CTA-Buttons zusätzliche Möglichkeiten. Sie helfen, Einstiege zu ordnen, Tiefe zugänglich zu machen und längere Stories besser navigierbar zu halten.

Nicht jeder Inhalt braucht alles davon. Aber jeder Inhalt profitiert davon, wenn seine Form bewusst gewählt ist.

Die wichtigste Entscheidung fällt dabei im Konzept: Welche Bewegung soll dein Inhalt ermöglichen? Wenn diese Frage beantwortet ist, wird aus einer Web-Story mehr als eine schöne Oberfläche. Dann entsteht ein Format, das führt, vertieft und verbindet - und deinem Publikum genau die Orientierung gibt, die es braucht.



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